Dezentrale Lüftung erfüllt Anforderungen der Biotreppe beim Kesseltausch

Bis Ende 2034 können Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung beim Austausch eines Gas-, Öl- oder Flüssiggasheizkessels dazu dienen, die Anforderungen der ersten beiden Stufen der Biotreppe zu erfüllen. Das dezentrale Lüftungssystem DZS von BRÖTJE erreicht die geforderten Kennwerte.
Die Biotreppe beschreibt die schrittweise steigenden Anforderungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) an neue Gas-, Öl- und Flüssiggasheizungen. Ab 2029 müssen diese Anlagen einen wachsenden Anteil klimafreundlicher Brennstoffe wie Biomethan, Bioöl oder Wasserstoff verwenden, zunächst mindestens 10 %. Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung gelten als Erfüllungsoption, wenn sie mindestens 73 % der Abluftwärme zurückgewinnen, eine Leistungszahl von mindestens 10 erreichen und die gesamte Gebäudefläche versorgen.
Wärmerückgewinnung als Plus für Effizienz und Komfort
Mit dem dezentralen Lüftungssystem DZS bietet BRÖTJE hier ein passendes Lüftungskonzept für Neu- und Bestandsbauten. Das System erzielt Wärmerückgewinnungsgrade von bis zu 92 % und erfüllt die gesetzlichen Voraussetzungen für die ersten beiden Stufen der Biotreppe. Bis Ende 2034 kann es als anerkannte Erfüllungsoption angerechnet werden.

Das DZS gewinnt Wärme aus der Abluft zurück und nutzt sie zur Vorwärmung der Frischluft. So reduziert das System Lüftungswärmeverluste, steigert die Energieeffizienz und trägt zu einem gesünderen Raumklima bei. Durch patentierte Ventilatortechnik, Strömungsoptimierung und wärmespeicherndes Spezialmaterial werden bis zu 55 m³/h Volumenstrom erreicht. Dabei laufen die Module mit einem Schalldruckpegel von 10 dB(A) fast lautlos. Sie passen ihren Betrieb automatisch an Feuchte, Temperatur sowie Luftqualität an und kommunizieren wahlweise per Kabel oder per Bluetooth untereinander. Die flexible Steuerung und der kompakte Aufbau der Einzelgeräte machen eine Integration in Ein- und Mehrfamilienhäuser leicht. Ein Einbau ist ab 205 mm Wandstärke möglich.
Für Eigentümer, Wohnungsunternehmen und Fachhandwerker eröffnet sich damit ein neuer Ansatz in der Gebäudesanierung. Statt Heizung und Lüftung getrennt zu betrachten, werden beide Gewerke zunehmend gemeinsam geplant: Der Kesseltausch kann direkt mit einer Lüftungsmaßnahme verbunden werden. Das steigert den Wohnkomfort, senkt Energieverluste und schafft zusätzliche Spielräume für eine zukunftssichere Modernisierung.



